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Konzentrationslager Engerhafe

Konzentrationslager · Einzeldenkmal · Südbrookmerland

Gelände des ehemaligen Zwangsarbeitslagers Engerhafe, das bereits 1942 im ehemaligen Pfarrgarten nördlich des Pfarrhauses als Arbeitslager errichtet worden war und von Oktober bis Dezember 1944 als Außenlager des KZ Neuengamme diente. Über 2000 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme lebten hier in Baracken auf engstem Raum und mussten täglich Zwangsarbeit beim Bau des Panzergrabens „Friesenwall“ verrichten. Innerhalb kurzer Zeit starben 188 Menschen. Nach zwei Monaten ist das Lager wieder aufgelöst worden, die überlebenden Häftlinge wurden zurück in das Stammlager Neuengamme transportiert. Nach Kriegsende sind die Baracken und alles, was an das Zwangsarbeiterlager erinnerte, abgebrochen worden. Bis in die 1980er Jahre entstand auf einem Drittel der Fläche, auf der sich das Lager befand, eine Wohnsiedlung, auf einem anderen Teil des ehemaligen Lagergeländes ist ein Parkplatz angelegt worden. Seit 1990 erinnert auf dem Friedhof der Kirchengemeinde von Engerhafe ein Mahnmal an die verstorbenen Zwangsarbeiter, im alten Pfarrhaus südlich des ehemaligen Lagergeländes wurde vom Verein Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V. eine Gedenk- und Dokumentationsstätte eingerichtet.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Engerhafe
Adresse
Dodentwenter
Gemarkung
Engerhafe

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)