Engerhafe, Kirchwyk 8, Johannis der Täufer-Kirche
Am höchsten Punkt der Kirchwurt errichtete mittelalterliche Backstein-Saalkirche mit nach Westen abgewalmtem Satteldach, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, verkürzt und instandgesetzt wurde. Die Außenwände werden gegliedert durch schmale Lisenen und paarweise angeordnete, hochsitzende Spitzbogen- und Blendfenster sowie plastisch profilierte Rundfenster in der unteren Wandzone. Der ursprünglich aus fünf gewölbten Jochen bestehende Kirchenraum heute mit hölzerner Balkendecke im Westteil und Kreuzrippengewölbe im Chorraum. Reiche Ausstattung mit dem 1694/98 von Hinrich Cröpelin aus Esens geschaffenen Altar, einem vierstufigen barocken Retabel mit vollplastischen Szenen aus dem Neuen Testament, flankierenden gewundenen Säulen und bemaltem Schnitzwerk auf steinernem Unterbau. Außerdem Kanzel von 1636 mit Gemälden der Evangelisten zwischen kannelierten Ecksäulen und Rollwerkornamenten und von einer Christusfigur bekröntem Schalldeckel sowie Bronzetaufbecken, 1646 von den lothringischen Gießern Claudius Voillo und Gottfried Boulard, mit mit reich ornamentiertem hölzernem Deckel mit der Darstellung der Taufe Christi, der vier Evangelisten und des Heiligen Geists als Taube, den 1665 Meister Hinrich Julfs aus Wittmund schuf. Auf der Westempore 1908/09 von P. Furtwängler & Hammer aus Hannover neu erbaute Orgel mit 1774-76 von Hinrich Just Müller aus Wittmund geschaffenem Orgelprospekt
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Engerhafe
- Adresse
- Kirchwyk 8
- Gemarkung
- Engerhafe
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)