Wolfenbüttel, Stadt, Am Jahnstein, Jüdischer Friedhof Wolfenbüttel
Der Friedhof wurde ab 1742 belegt, die letzte Bestattung fand 1972 statt. 1938 wurde der Friedhof verwüstet und die alten Grabsteine als Schotter für einen Sportplatz verwendet. Ca. 211 Grabsteine des 18. bis 20. Jahrhunderts sind erhalten. Durch starke Vermoosung, Algenbildung und Immissionsschäden sind die hebräischen Inschriften der Sandsteingrabmale stark gefährdet. Grabmale bei Wiederherstellung 1968 vermutlich unabhängig von der historischen Grabstelle aufgerichtet. Mit Baumbestand. Im südwestlichen Bereich Natursteinmauer um 2,0 m Höhe mit Abdeckplatte, erste Hälfte 18. Jahrhunderts, ansonsten moderne Betonsteinmauer um 1968, Zugang mittig, schmiedeeisernes Tor mit Torpfeilern. Größe: 2.585 qm, Lage: unmittelbar östlich der Julius-Vorstadt.
An der südwestlichen Mauer gibt es innenseitig angebracht sechs Gedenktafeln zur Erinnerung an die Wiederherstellung 1968, die Stifter, das letzte Mitglied der Stifterfamilie, die Verfolgung von 1933 bis 45, den Friedhof und verfolgte Familien. Entlang der jüngeren Einfriedung an der nordöstlichen Mauer innenseitig aufgestellt finden sich Bruchstücke von Grabmalen, die bei der Wiederherstellung 1968 als Fragmente nicht wieder zusammengesetzt wurden
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Wolfenbüttel
- Adresse
- Am Jahnstein
- Gemarkung
- Wolfenbüttel
ÖPNV in der Nähe
- Wolfenbüttel, Ahlumer Straße · 63 m
- Wolfenbüttel, Juliusstraße · 130 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)