Wittingen, Am Markt, St. Stephanus
Ehemalig dreischiffige gotische Backsteinbasilika mit Westturm über älteren Grundmauern, Querschiff und einer ursprünglich halbrunden Apsis, nach Brand 1474 durch einen größeren polygonalen Chor ersetzt. Längengestaffelte Strebepfeiler am Chor und am Westturm. Turm mit Korbbogenfenstern in spitzbogigem Blendmaßwerk gefasst, Kreuzanker an der Fassade sowie Turmuhr, vom steilen kupfergedeckten Pyramidendach abgeschlossen. Hauptschiff und Querschiff unter Satteldach in Ziegelpfannendeckung, Kreuzarme auf alten Fundamenten in Feldsteinmauerwerk, Fenster in Spitzbogenform. Das Innere ist zumeist im gebundenen System gewölbt, Spuren von herausgebrochenen Gewölbekappen sind erkennbar. Der spätgotische Chor von Beginn an ungewölbt, im Schiff hölzerne Tonnenwölbung, in anderen Raumteilen neue Holzdecken. Zur Ausstattung gehören u.a. ein Altarretabel von 1709, eine Kanzel in bäuerlichen Renaissance-Formen von 1626 sowie ein prächtiger barocker Orgelprospekt von 1738-40 von Johannes Wilhelm Gloger. Außen eingelassene Grabepitaphien, darunter eine Grabplatte für Wilhelm von den Knesebeck (+1620).
Großflächige Steinersetzungen wurden in der Außenhaut des Mauerwerks bereits im 17. und 18. Jahrhundert vorgenommen, ebenso noch einmal in den 1960er Jahren.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Wittingen
- Adresse
- Am Markt
- Gemarkung
- Wittingen
ÖPNV in der Nähe
- Wittingen, Hindenburgwall · 214 m
- Wittingen, Umweg · 334 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)