Bommelser Kirche

Der erste Kirchenbau, der nach dem Ersten Weltkrieg wieder errichtet wurde, war der 1929/30 erbaute massive, verputzte Saalkirchenbau in Bommelsen, der seinen Namen nicht ohne Bezug zu den schrecklichen Ereignissen des Krieges trägt. Die kleine Kirche stellt sich in schlichter Bauweise dar mit einem Dachreiterturm auf dem Satteldach über der Westwand und einem eingezogenen Chor im Osten. Die Wände werden durch rundbogige Fenster gegliedert, über denen als verbindendes und schmückendes Element das Traufgesims verläuft. Am aufwendigsten gestaltet ist die Westfassade als Schau- und Eingangsseite der Kapelle. Hier gliedern das vorspringende Portal in Findlingsmauerwerk und das darüber liegende Drillingsfenster die Mauerfläche. Der hell verputzte Innenraum wird von einer Holzbalkendecke überspannt, deren Elemente prägend in den Raum hineinragen. Die Kirche hat aber möglicherweise schon eine wesentlich längere Tradition. Es gibt Vermutungen, die allerdings weder durch Befunde vor Ort noch durch schriftliche Quellen zu belegen sind, dass es zwischen Klein Harl und Bommelsen schon einmal eine kleine Kapelle gegeben hat. Nach einigen gescheiterten Versuchen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, einen eigenen Kapellenbau für das Dorf zu realisieren, führte der lange Winter 1928/29 zu neuen Überlegungen. Der sonntägliche Kirchgang, aber auch Begräbnisfeiern im zuständigen Kirchort Fallingbostel waren so beschwerlich, dass er oft nicht oder nur unter erheblichen Anstrengungen zu bewerkstelligen war, was schließlich zum Bau der Kapelle führte.
- Adresse
- Bommelser Straße 2, 29699 Bomlitz
- Website
- www.erlebniswelt-lueneburger-heide.de/
Bild: Erlebniswelt Lüneburger Heide GmbH (Lizenz CC BY-SA)
Quelle: Erlebniswelt Lüneburger Heide GmbH , Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)