Syke, Amtshof 3, Zehntscheune und Kornzinshaus
Langgestreckter Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut im Kern als Zehnscheune 1592 (i) der Burg Syke, die um 1270 innerhalb eines bestehenden Ringwalls errichtet wurde. Die Inschrift im Nordgiebel von 1592, die bis um 1850 einen Kamin zierte, und ein Inventar aus dem 17. Jahrhundert belegen, dass das Gebäude seine Entstehung dem protestantischen Fürstbischof des Hochstifts Osnabrück, Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel, verdankt. In dem multifunktionalen Vorratshaus wurde auf mehreren Kornböden Getreide gelagert, das die Bürger und Bauern als Zehnt gegenüber der Amtsverwaltung abzugeben hatten. Außerdem war das Gebäude Back- und Brauhaus und besaß einen Bier- sowie einen Weinkeller.
Nach 1850 wurde das Haus im Innenhof von ursprünglich 33 Meter auf 24 Meter verkürzt und das in Fachwerk ausgeführte Obergeschoss entfernt, so dass heute nur noch ein Gebäudetorso vorhanden ist. Von 1882 bis 1885, während der Bauzeit der neuen Christuskirche, versammelten sich die Syker zum Gottesdienst im Kornzinshaus. 1969 wurde erwogen, das Haus abzureißen; von 1980 bis 1982 wurde das Haus saniert und 1983 zog die Kraftfahrzeugzulassungsstelle des Landkreises Diepholz ein.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Syke
- Adresse
- Amtshof 3
- Gemarkung
- Syke
ÖPNV in der Nähe
- Syke Hauptstraße · 297 m
- Syke Kastner/Hauptstraße · 301 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)