Springe, Stadt, Klostergut, Klosterkirche Wülfinghausen (ehem. St. Maria)
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Saalkirche von sechs kreuzrippengewölbten Jochen mit geradem Chorschluss unter Satteldach. Heute nur die Osthälfte als Kirche genutzt, die Westhälfte mit Unterkirche und ehemaliger Nonnenempore abgeteilt und in das Klostergebäude integriert. Auf der Nordseite zwei spitzbogige Eingänge, ein weiterer zum Kloster auf der Südseite. Außen Strebepfeiler, an den Ecken schräggestellt, und spitzbogige Maßwerkfenster, auf der Nordseite zweibahnig mit genasten Bögen und im Couronnement z. T. genasten Vierblättern, Ostfenster vierbahnig bekrönt von drei Vierpässen. Achteckiger barocker Dachreiter mit Schweifhaube. Auf der Nordseite kleiner rechteckiger Sakristeianbau unter Walmdach. Im Ostteil drei Gewölbe auf Konsolen. In der Trennwand Spitzbogenblenden, ehemals Öffnungen zur Erdgeschosshalle. Östliches Joch als Chorraum erhöht. Im Westteil unten spätromanische, kreuzgratgewölbte Erdgeschosshalle, dreischiffig mit fünf Jochen, heute in zwei Andachtsräume unterteilt, darüber ehemalige Nonnenempore mit drei Gewölben, heute Tagungsraum.
Von der mittelalterlichen Ausstattung in der Kirche eine Grabplatte (weitere in der Unterkirche) und Reste des Chorgestühls. Grabplatten des 16.-18. Jhs. und großes figurenreiches Wandepitaph des Drosten Hermann Rauscheplate (+1619). Barocke Orgelempore.
Von der 1236 begonnen und 1240 geweihten Kirche nur die Erdgeschosshalle im Westen erhalten (barock verändert). Ansonsten nach Brand 1378 erbaut um 1400. Nach erneutem Brand 1728 die Kirche in die 1735-1740 neugebaute Vierflügelanlage des Konvents integriert, dabei die ehemalige Nonnenempore für den Gottesdienst umgebaut und die aufgegebene östliche Kirchenhälfte durch eine Mauer abgetrennt. 1904 der östliche Teil als Sakralraum wiederhergestellt, dabei auch die Sakristei von 1688 erneuert.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Holtensen
- Adresse
- Klostergut
- Gemarkung
- Holtensen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)