Springe, Stadt, Kloster und Klostergut Wülfinghausen, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Gesamtanlage des ehemaligen Augustinerchorfrauenstiftes, heute evangelischen Frauenklosters. Gelegen am nordöstlichen Ausläufer des Osterwalds. Kloster gegründet in Engerode, 1236 nach Wülfinghausen verlegt. 1460 Windesheimer Reform. 1542 im Herzogtum Calenberg die Reformation eingeführt, seitdem evangelisches Frauenkloster. 1994 neu besetzt durch Schwestern der Kommunität Christusbruderschaft Selbitz, seit 2013 selbständig.
Kern der Anlage das vierflügelige Klostergebäude des 18. Jhs mit mittelalterlichen Bauresten, in den Nordflügel die spätgotische Klosterkirche integriert. Südlich vor dem Kloster ein von flachen Wirtschafts- und Wohnbauten gerahmter Vorplatz, den im Osten und Westen Park- und Gartenteile begleiten, noch weiter westlich ein Friedhof. Das Ganze umgeben von der im Kern mittelalterlichen Klostermauer. Im unmittelbaren Anschluss an das Kloster nordöstlich das Klostergut, großer rechteckiger, sich zur Einfahrt trapezförmig verengender Hof, annähernd symmetrisch umgeben von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden des 18.-20. Jhs. Im Kern auf den mittelalterlichen Wirtschaftshof des Klosters zurückgehend und von der Klosterkammer Hannover bis heute als Klostergut bewirtschaftet. Östlich davon das Pfarrhaus.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Holtensen
- Gemarkung
- Holtensen
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)