Schöppenstedt, Stadt, Bosselhaistraße 4, Schloss Sambleben
Zweigeschossige Vierflügelanlage unter abgewalmtem Satteldach mit Ziegeldeckung um einen gepflasterten quadratischen Innenhof mit Springbrunnen, Werksteinbau aus Elmkalkstein. Die nach Südwesten gerichtete Fassade hat eine Breite von dreizehn Achsen einschließlich des Mittelrisalits, dieser mit korbbogigem Durchfahrtsportal, gerahmt von toskanischen Doppelpilastern, Gebälk mit Triglyphen und verkröpftem Gesims sowie gesprengtem Giebel mit Inschriftenkartusche zwischen Fruchtgehängen. Genannt werden Bauherr und Baujahr 1701(i), Schlussstein mit Steinmetzzeichen auf der Unterseite. Im Giebelfeld die Wappen Thedels II. von Cramm (1659-1713) und seiner Gemahlinnen, Auguste Christine von Künigham (gest. 1699) und Freda Dorothee von Schlegel (1684-1767). Die nach Nordosten gerichtete Gartenfront zwischen den in Risaliten endenden Seitenflügeln mit Loggia über dreibogiger Säulenhalle blieb unvollendet, innen fehlen Treppenhaus und Festsaal. Der südöstliche Seitenflügel enthält ein einachsiges Nebenportal mit vorgelegter leicht ansteigender Zufahrt, die ursprünglich den Wassergraben, der das Schloss an allen vier Seiten umgab, übersetzte. Drei der Hofseiten sind im Erdgeschoss als Laubengang mit korbbogigen Arkaden zwischen toskanischen Pfeilern ausgeführt, die Gliederung an der Nordostseite ist vorgeblendet, im Obergeschoss läuft ein geschlossener Gang um, er ist außen durchgehend mit korinthischen Doppelpilastern und Gebälk gegliedert. Zwei der Räume im Obergeschoss des Südwestflügels enthalten Kamine mit Stuckzier der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Sambleben
- Adresse
- Bosselhaistraße 4
- Gemarkung
- Sambleben
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)