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Schöningen, Stadt, Schloss Schöningen, Gruppe baulicher Anlagen

Schlossanlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Schöningen, Stadt

Aus einer mittelalterlichen Burg hervorgegangene vierflügelige Schlossanlage des späten 16. und des frühen 17. Jh. Mittelalterliche Fundamente in den beiden quadratischen Flankentürmen des Osttraktes erhalten, im Südturm die rippengewölbte ehemalige Kapelle für den katholischen Gottesdienst sowie im Südtrakt im Unterbau Teile des alten Palas. Das heute Erscheinungsbild ist wesentlich durch Erneuerungen und Umbauten Ende des 16. und Anfang des 17. Jh. bestimmt:
Unter der Herzogin Sophia von Polen (1568-75) stammte der Renaissance-Erker am Kapellenturm, wie auch der heute nicht mehr existente Lustgarten. Unter Elisabeth (1613-26) wurde das Schloss großzügig ausgebaut, von seiner einst aufwendigen Gestalt erinnert das Hofportal. Unter Anna Sophia (1628-1659) wurde der Nord- und Westflügel nach hinten verlegt und wieder aufgebaut. Während der Nutzung als Domäne wurden lediglich 1817 Erneuerungsarbeiten durchgeführt, der Westflügel wurde um 1910 als Pächterwohnhaus ausgebaut.
Die mittelalterliche Burg war einst von zwei Wassergräben umgeben, Rudimente des ursprünglichen 1574-1585 festungstechnisch erneuerten Walls sind östlich und westlich des Schlossbaus erhalten. Auf der östlichen Seite verläuft in ca. 50 m Entfernung ein Wall mit vorgelagertem Graben, der sich im Norden in 25 m Entfernung fortsetzt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Schöningen
Gemarkung
Schöningen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)