Schöningen, Stadt, Niedernstraße, St. Vincenz
Dreischiffige, vierjochige spätgotische Hallenkirche, 1429 begonnen und 1460 vollendet mit eingezogenem Fünfzwölftel-Chorschluss und einem Westturm des 13. Jh., bis zu dessen Front die Seitenschiffe vorgezogen sind. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderungen in Sand- und Kalkstein. Traufhohe Strebepfeiler an den Seitenschiffen und dem Chorschluss, Im Chorbereich mit eingelassen Epitaphien und Konsolen. Über einem durchgehenden Gesimsband Spitzbogenfenster. Zur Westseite ein seitlicher Zugang zum Südschiff. Westturm mit Rundfenster mit Buntglasrose im Erdgeschoss, darüber eine Steinplatte mit der Datierung 1695 in einer Kleeblattöffnung. Turmschaft mit Lichtfenstern, gekuppelte Schallarkaden unter Segmentbögen, oberer Abschluss mit einem quergestellten Walmdach mit Uhrenhäuschen. Beschädigungen 1563 und besonders durch den Stadtbrand 1644; bei der anschließenden Wiederherstellung die Pfeiler achteckig verstärkt und spitzbogige Kreuzgratgewölbe mit kräftigen Gurten eingezogen. Im Chor das alte spätgotische Sternengewölbe. Über der Sakristei an der Nordseite des Chors die Fürstenloge.
Einheitliche Ausstattung nach Brand 1644 bis 1658 von geschlossener Wirkung: Malereien an Altar, Kanzel und Fürstenprieche von J. Siegfried, an den Emporen von B. Oelmann. Kanzel von 1652, Orgel von J. Weigel von 1658, Prospekt mit reichen Knorpelwerkschnitzereien. Emporen im Langhaus von 1658; zwischen Doppelpilastern Halbfiguren, auf der Nordseite der Name Gottes, Moses, David, 12 Propheten, die Zyklen greifen auf die Westempore über und enden am geschnitzten Wappen der Herzogin Anna Sophia. Fürstenloge von 1657. Aus der gleichen Zeit Taufstein, Gestühl im Chor und zwei Messingleuchter. Barocke Holz- und Steinepitaphien.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Schöningen
- Adresse
- Niedernstraße
- Gemarkung
- Schöningen
ÖPNV in der Nähe
- Schöningen, ZOB · 238 m
- Schöningen, Wilhelmstraße · 328 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)