Schöningen, Stadt, Burg 1, Herrenhaus; Burg Esbeck
Gebäude auf winkelförmigen Grundriss, bestehend aus dem eigentlichen Herrenhaus als Ostflügel und einem auf der Nordseite rechtwinklig angebauten Nordflügel. Ostflügel als ein dreigeschossiger teilunterkellerter Bau, im Erdgeschoss massiv mit verputzten Bruchsteinmauerwerk, Obergeschosse in verkleideter und verputzter Fachwerkkonstruktion unter Schopfwalmdach in Krempziegeldeckung. Vom östlichen Mittelrisalit seitlich flankierender polygonaler Treppenturm historistischer Gestaltung mit kastellartigen Zinnenkranz als oberen Abschluss, Fenster als spitzbogige Lanzettfenster mit bleigefasster Verglasung. Mittelrisalit vom Frontispitz mit herrschaftlichen Oculus mit Stuckverzierung überfangen. Im zweiten Geschoss ein lichter Sall mit Stuckverzierung von 1720. Im Erdgeschoss eine Durchfahrt (Tonnengewölbe) als Verbindung zwischen Burgeinfahrt und Wirtschaftshof, über dem Burgtor ein Wappenstein mit Inschrift und der Datierung „1550“, im Sockelgeschoss ebenfalls ein Stein mit der Jahreszahl „1591“. Rückwärtiger Ostflügel mit einem mittigen Risalit, dort in den ersten zwei Geschossen ein reich verziertes Treppenhaus mit aufwendiger Durchfensterung im Jugendstil, drittes Obergeschoss und Zwerchgiebel mit Schieferbehang in altdeutscher Deckung. Zur südlichen Seite hin ein Eingang mit Windfang und Torflügeln mit Maßwerkspässen. Über dem Burgtor ein zweigeschossiger Verbindungsbau mit aufwendiger neogotischer Verglasung. Nordflügel auf Kalkstein-Kellersockel in Sichtfachwerk mit Fußstreben-Paaren, mittig ein schmuckvoller Balkon/Veranda-Risalit in Holzkonstruktion, darüber ein mit Stuckgirlanden gezierter Dreiecksgiebel. Am Dachüberstand ein hölzerner Tropfenfries. Zweites Obergeschoss über Profilschwelle leicht vorkragend, an den Fenstern dort befinden sich Klappläden.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Esbeck
- Adresse
- Burg 1
- Gemarkung
- Esbeck
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)