"De Theeshof"

Der "Theeshof" war, urkundlich nachgewiesen, einer der größten und ältesten Höfe im ehemaligen Dorf Hansahlen. Bis 1972 wurde diese Hofstelle noch von der Familie Worthmann bewirtschaftet. Von der Stadt Schneverdingen erworben, dient der Besitz seit 1978 dem Heimatbund Schneverdingen e.V. als Heimatmuseum. Die harmonische Einheit der Hofanlage konnte mit der Errichtung entsprechender Nebengebäude (Treppenspeicher, Backhaus, Schafstall und Wagenremise), die von anderen Höfen aus der Umgebund stammten, wiederhergestellt werden. Auch die beiden neuen Gebäude zur Unterbringung der Maschinen und Geräte fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Das Haupthaus ist in seiner Funktion und Konstruktion ein "Niederdeutsches Hallenhaus" als Zweiständerbau. Seine räumliche Aufteilung mit Dönzen, Flett und Diele entspricht dabei den Baujahren um 1830. Auch die beiden neuen Gebäude zur Unterbringung der Maschinen und Geräte fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Der Hof ist eingefriedet mit einer Steinmauer auf der nördlichen Seite. Die restliche Umzäunung besteht aus einem Eichenbohlenzaun ("Eekenboltentuun"). Er diente in früheren Zeiten auch der Abwehr von Wölfen. Im Inneren der Gebäude geben Ausstellungseinheiten einen Einblick in den bäuerlichen Wohn- und Arbeitsbereich zwischen 1850 und 1950, in einige Handwerksberufe und in die Entwicklung der Stadt Schneverdingen. Moderne Techniken ermöglichen kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Dicherlesungen, Dia-Vorträge und Filmabende. Im Vordergrund stehen dabei die Bemühungen, die plattdeutsche Sprache zu pflegen und zu erhalten. Im ehemaligen Häuslingshaus (jetzt: Frido-Witte-Haus) ist eine ständige Ausstellung des in Schneverdingen geborenen Malers und Graphikers Frido Witte zu sehen. Daneben werden hier Sonderausstellungen durchgeführt.
- Adresse
- Langelohsberg 13, 29640 Schneverdingen
Bild: Heimatbund Schneverdingen e.V. (Lizenz CC BY-SA)
Quelle: Heimatbund Schneverdingen e.V. , Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)