Rodenberg, Stadt, Grover Straße 34, St. Jacobi-Kirche
Langgestreckte Saalkirche aus unverputztem Bruchstein mit 3/8-Chorschluss. Quadratischem Westturm unter Walmdach, dessen Sockel und Untergeschoss in Quadermauerwerk, datiert spätes 12. Jahrhundert. Obergeschoss als frühneuzeitlicher, schieferverkleideter Fachwerkaufbau. Westportal mit Palmettendekor. Südliches Langhaus mit zugesetztem Südportal, vertikal geteiltes Tympanon mit zwei Kreuzdarstellungen, stilgeschichtlich auf das späte 12. bzw. frühe 13. Jahrhundert datierbar.
Langhaus und Chor mit sandsteineingefassten Spitzbogenfenster. Nordportal mit profiliertem, spitzbogigen Gewände. Inschrifltiche Datierungen am Chor: 1437 erfolgte die Verlängerung des Schiffes, eine Restaurierung 1883. Sakristeianbau 1932. Im Inneren tonnenartig gewölbte, verbretterte Decke; Altarraum um zwei Stufen erhöht, Nordempore. Zu den Ausstattungsstücken gehört u.a. ein Flügelaltr des 15. Jahrhunderts (Nachfolge Meister Francke); oktogonales Sandsteintaufbecken v. 1578 (Wasserburg Apelern); Marien-Plastik mit flankierenden Engelen (spätes 15. Jahrhundert); überlebensgroße Kreuzdarstellung (spätes 15. Jahrhundert). Es liegen zwei Weihedaten vor: ein von Graf Adolf II. von Schaumburg fianzierter Vorgängerbau, wohl eine Holzkirche für die Dörfer Grove und Algesdorf und den Schlossbereich, wurde 1040 durch Bischof Bruno v. Minden dem Hlg. Jakobus geweiht; 1373 Weihe zur Ehre aller Heiligen.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Rodenberg
- Adresse
- Grover Straße 34
- Gemarkung
- Rodenberg
ÖPNV in der Nähe
- Rodenberg Grundschule · 305 m
- Rodenberg St. Johanneskirche · 341 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)