Rinteln, Stadt, Ritterstraße 23, Parkhof, Gruppe baulicher Anlagen
Freihofensemble im südlichen Bereich der Ritterstraße gegenüber des Burghofes. Zweigeschossiger Burgsitz mit flankierenden Wirtschaftsgebäuden, gruppiert als dreiflügelige Anlage um einen Ehrenhof mit mittigem Brunnebecken (erneurt vermutlich 21.Jh.). Straßenseitig durch eine repräsentaive Portalanlage eingefriedet. Diese setzt sich nördlich des Wirtschaftsgebäudes als verputzte Bruchsteinmauer fort. Östlich des Burgsitzes erstreckt sich bis zur Wallgrenze ein Park, welcher bauliche Gestaltungselemente wie u.a. eine Sonneuhr und östlich zum Wall ein Tor mit Inschriftentafel (1751) aufweist. Der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegte Park wurde aufgrund seiner botanischen Besonderheiten namensgebend für das ganze Anwesen.
Bereits im Mittelalter ist das Anwesen als Besitz der v. Eckstern in Exten belegt. Der Burgsitz wurde um 1770 als Ersatz für den Vorgängerbau des 16. Jahrhunderts, ein Sattelhof (v. Wartensleben und ab 1545 Post, ab 1614 v. Zersen) durch den 1766 zum Festungsgouverneur berufenen Generalleutnant Albrecht Christian v. Oheimb errichtet. Ab 1899 Sanatorium, im Ersten und Zweiten Weltkrieg Reservelazarett.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Rinteln
- Adresse
- Ritterstraße 23
- Gemarkung
- Rinteln
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)