Pattensen, Stadt, Rittergut Reden, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Die kleine Ortschaft Reden wurde erstmals 1191 und 1227 als "Rede" urkundlich erwähnt. Die hier errichtete Burg, die zu einer Reihe von Befestigungen der damaligen Landwehr gehörte, spielte während der Auseinandersetzungen zwischen den Bischöfen von Minden und Hildesheim, den Herren von Hallermund und den Welfen an der Schnittstelle ihrer Interessenbereiche eine wesentliche Rolle. Aus der damaligen Burg ging das heutige Gut hervor, das sich seit dem Bau der ersten Burganlage im Besitz der Familie von Reden befindet. Das Gut liegt mit seinen Gebäuden oberhalb der Marsch an der schmalen Landstraße 11, die von Harkenbleck nach Koldingen führt, abgegrenzt durch eine langgezogene hohe Ziegelmauer. Der östliche Teil steht auf dem gewaltigen Keller der ehemaligen massiven Burganlage. Die meisten der Wirtschaftsgebäude stammen aus der Mitte des 19. Jh. Sie sind in Ziegel und z. T. mit Fachwerk unter riesigen mit roten Tonpfannen gedeckten Dächern errichtet. Eine Scheune in Bruchsteinmauerwerk ist erheblich älter. Erwähnenswert ist das kleine Stallgebäude mit Fachwerkgiebel, das ein Taubenhaus trägt, und das zweigeschossige Fachwerkgebäude auf der Ostseite, das als Wohnhaus genutzt wird und aus der ersten Hälfte des 19. Jh. stammt. Der Park mit altem Baumbestand reicht bis in die Leineniederung hinab.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Reden
- Gemarkung
- Reden
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)