Pattensen, Stadt, Domäne Calenberg, Gruppe baulicher Anlagen
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Nachdem Hannover 1636 welfische Residenzstadt geworden war und die Feste Calenberg als herrschaftlicher Wohnsitz und Verteidigungsanlage ihre Bedeutung verloren hatte, ließen sich die Welfen 1669 in der Nähe der alten Festung links der Leine einen Gutshof anlegen, der Neues Calenberg genannt wurde. 1866 wurden infolge der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen sämtliche königlichen Domänen verstaatlicht. Aufgrund eines Vergleichs gelangte die Schulenburger Domäne 1920 als Hausgut zurück in den Besitz der Welfenfamilie, die sie zeitweise als Wohnsitz nutzte. 2011 wurden die baulichen Anlagen an der Hauptstraße an einen privaten Käufer abgegeben. Die weiträumigen Bereiche des Wirtschaftshofes, der Gärten und hofnahen Flächen dieser Anlage sind von einer Mauer und von Hecken umgeben. Zeilenartige eingeschossige Wirtschaftsgebäude in Bruchstein, Ziegel oder Fachwerk mit Dachgauben und breiten Lüftungsschleppluken umstehen den Wirtschaftshof. Sie sind datiert 1723, 1724, 1745 und 1795. Bemerkenswert ist das ehemalige Brauhaus mit spitzem Dachreiter. Es ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau mit profiliertem Rundbogenportal. Unter dem Wappen des Herzogs Johan Friedrich von Braunschweig ist er datiert 1673. Gegenüber liegt das in der Zeit der preußischen Verwaltung gebaute Pächterwohnhaus, ein zweigeschossiger Ziegelbau mit gotisierenden Schmuckelementen und kleinem Ecktürmchen zum Wirtschaftshof. In der Mitte des Hofes befindet sich ein auf alten Plänen als Pferdeschwemme bezeichnetes Wasserbecken.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Schulenburg (Leine)
- Gemarkung
- Schulenburg (Leine)
ÖPNV in der Nähe
- Schulenburg Hausgut Calenberg · 122 m
- Schulenburg Mitte · 673 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)