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Papenburg, Wichernstraße, Wohnsiedlung Wichernstraße, Gruppe baulicher Anlagen

Wohnsiedlung (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Papenburg, Stadt

Die Wohnsiedlung erstreckt sich beidseitig der Wichernstraße. Sie besteht aus eingeschossigen Backsteingebäuden mit Satteldächern und rückwärtigen Stallanbauten. Ein Großteil der Häuser ist als Doppelhaus ausgeführt und bildet eine aufgelockerte Bebauung. In einigen Bereichen wurden geschlossene Häuserzeilen mit niedrigeren Torhäusern ausgeführt, die die Straße oder einen Platz fassen.
So beginnt im Westen die Bebauung auf der nördlichen Straßenseite (ungerade Hausnummern) zunächst mit einer Zeile, die dem geschwungenen Straßenverlauf folgt und anschließend im rechten Winkel den erneuten Richtungswechsel der Straße begleitet (Nr. 1-17). Mit einigem Abstand folgt eine zweite Häusergruppe (Nr. 19-31), die eine Grünfläche an der Straßenecke zwischen Wichernstraße und der Querstraße Hoek in geschlossener Bauweise an der Ost- und Nordseite umschließt. Im Süden auf der gegenüberliegenden Seite schließt die Häuserzeile Nr. 8-18 den Platz optisch ab.
Der weitere Verlauf der Straße nach Westen wurde größtenteils mit Doppelhäuser bebaut. Die Gebäude, die an Straßenecken zu Querstraßen oder –wegen stehen, sind dabei abweichend ausgeführt. Sie wurden entweder giebelständig zur Wichernstraße gebaut (Nr. 31, 33, 42 und 44) oder sie bekamen Zwerchhäuser (Nr. 57 und 59). Die Stallanbauten sind bei diesen Häusern jeweils zu den Straßen hin und nicht zur Grundstücksmitte angeordnet.
An der Wilhelm-Leuschner-Straße ändert die Wichernstraßen ihren Verlauf leicht nach Norden. Die südliche Bebauung wurde jedoch gerade weitergeführt, wodurch sie vom Straßenverlauf zurückweicht. Die Häuserzeile Nr. 64 bis 72 nimmt diese Richtung auf und führt dann im rechten Winkel wieder zur Straße. Die folgenden Häuser sind wieder als Doppelhäuser parallel zur Straße angelegt. Im Osten endet die Siedlungsbebauung mit den gegenüberliegenden Gebäuden Nr. 95-99 und 94-98. Diese Häuser sind größer in der Grundfläche und am östlichen Ende jeweils zweigeschossig mit Zeltdach ausgeführt. Sie bilden auf diese Weise eine Art Torsituation und den Eingang in die Siedlung.
Alle Gebäude liegen im vorderen Teil der langgezogenen Grundstücke, deren rückwärtiger Bereiche als Selbstversorgergärten dienten. Vor den meisten Gebäuden befinden sich kleine Vorgärten. Die Straße ist als Allee angelegt.
Errichtet in mehreren Bauabschnitten von 1927 bis 1930.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Papenburg
Gemarkung
Papenburg

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)