Obernkirchen, Stadt, Bergamtstraße 8, Stiftsverwalterwohnhaus
Traufständiger Ständerbau auf hohem Bruchsteinsockel unter Satteldach mit zweifach leicht auskragenden Giebeln und mittiger Toreinfahrt im Westen, historische Einfriedung mit Sandsteinpfeilern. Eine lateinische Inschrift in der Giebelschwelle über der Dielenöffnung erzählt, dass das Gebäude "in der Zeit der hochwürdigsten Herrin Äbtissin von Münchhausen erbaut" wurde, also wohl im Zeitraum von 1731-1749, als Lucia von Münchhausen dieses Amt innehatte. In der unteren Zeile folgt "Was auch immer du tust, tue es mit Bedacht und sieh auf das Ende", ein Sinnspruch aus der spätmittelalterlichen Geschichtensammlung „Gesta Romanorum“. Nach Fertigstellung des Gebäudes zog hier der Stiftsverwalter, Probsteiamtmann und Bürgermeister Johann Daniel Tümmermann mit seiner Familie ein. Bis zum Ende des 19. Jh. diente es nachfolgenden Stiftsverwaltern; 1896 wurde es an den Bauunternehmer und Steinbruchbesitzer Hermann Behrens verkauft. Nach mehrfachem Wechsel der Eigentümer und Nutzung wird es heute von einem Pflegedienst zur Betreuung von Senioren genutzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Obernkirchen
- Adresse
- Bergamtstraße 8
- Gemarkung
- Obernkirchen
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)