Nordenham, Esenshamm, Kuhweg 5
Großes Hallenhaus mit Zweiständergerüst und Backsteinaußenmauern, reetgedecktes Krüppelwalmdach mit Niedersachsengiebeln, der First mit Betondachsteinen. Der Wirtschaftsteil zum Kuhweg ausgerichtet, der nordöstliche Giebel achsensymmetrisch angelegt, mittig das große, korbbogige Dielentor, Radabweiser und Scheitelstein aus Sandstein, der Scheitelstein mit Inschrift „H. T. 1847. № 10.“, zu beiden Seiten große, hochrechteckige Fensteröffnungen mit Gusseisenfenstern, außen jeweils korbbogige Stalltür, im Dachgeschoss Mauerwerksanker und zwei längsrechteckige Fensteröffnungen, an den Traufseiten kleine, segmentbogige Gusseisenfenster. Der fast die halbe Länge des Hallenhauses einnehmende, nach Südwesten ausgerichtete Wohnteil mit Schwerwand vom Wirtschaftsteil abgetrennt, höher gemauerte Traufwänden und leicht angehobener First, drei Schornsteinköpfe, hochrechteckige Fensteröffnungen teils mit historischen Holzsprossenfenstern, der Hauseingang an der südöstlichen Trauffassade, die Gebäudeecken am Südwestgiebel unterhalb der Traufe konsolartig ausgebildet, links der Mittelachse Wintergartenanbau mit sehr flach geneigtem Dach, zwischen gefasten Holzständern und -riegeln ab Brüstungshöhe durch teils rund abschließende Holzfenster geschlossen, errichtet im späten 19. Jahrhundert, im Dachgeschoss drei Fensteröffnungen, an der nordwestlichen Traufe rechts abgeschleppter Anbau wohl aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert mit breitem Fenster.
Im Inneren des Wirtschaftsteils das tragende Zweiständergerüst erhalten, teils Einbauten und Räume abgetrennt, die mittige Diele über das Tor erschlossen und durch die beiden großen Gusseisenfenster belichtet. Der Wohnteil ohne Flettbereich mit zahlreichen Räumen, der zentrale Hausflur intern über eine zweiflügelige Tür in der Scherwand und Windfang angebunden, weiterführend in eine Wohndiele mit einseitiger Belichtung und Hauseingangstür, am südwestlichen Giebel die Stube mit Zugang zum Wintergarten, im Dachgeschoss eingebaute Kammern über den Giebel belichtet, historische Raumausstattung (Innentüren, Terrazzoböden, Einbaumöbel) wohl aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, im Hausflur und in der Wohndiele Lambris und Voute am Übergang zur Decke, in der Stube Kachelofen mit Sitzbank und Stuckprofil an der Decke.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Esenshamm
- Adresse
- Kuhweg 5
- Gemarkung
- Esenshamm
ÖPNV in der Nähe
- Nordenham Hoffe · 260 m
- Esenshamm Helios Klinik Wesermarsch · 547 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)