Mandelsloh, St. Osdag
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Dreischiffige Pfeilerbasilika mit halbkreisförmiger Apsis über kreuzförmigem Grundriss. Erbaut ab 1155/1165 auf einem Geestrücken. Langhaus in Backstein, die Satteldächer ziegelgedeckt. Der Chor halbrund mit ziegelgedecktem Walmdach. Den um 1250 vermutlich unter Verwendung älterer Teile errichteten viergeschossigen Turm aus schwarzem Raseneisenstein über quadratischem Grundriss, der 1494 (i) erneuert wurde, schließen rundbogige Schallöffnungen und ein spitzer Helm ab. Erneuerung des südlichen Seitenschiffs 1538 (i). Umfassaende Renovierung zwischen 1872 und 1879, dabei Erneurung des nördlichen Seitenschiffs und Anbau der Sakristei am südlichen Kreuzarm nach Entwurf von Conrad Wilhelm Hase; auch das neuromanische Westportal stammt aus dieser Umbauphase. Die Schallöffnungen am Turm wurden 1896/1897 nach Entwurf des Architekten Eduard Wendebourg gotisiert. Der reich ausgestattete Innenraum mit Farbfassungen vom 15. bis ins 20. Jahrhundert ist durch fünf niedrige Rundbogenarkaden über gedrungenen quadratischen Pfeilern und die ausgeschiedene Vierung gegliedert; das Mittelschiff schließt eine flache Kassettendecke aus dem 19. Jahrhundert ab. Zu den bedeutensten Ausstattungsstücken gehört die Orgel aus dem Jahre 1874, die von Philipp Furtwängler aus Elze geschaffen wurde.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Mandelsloh
- Adresse
- St.-Osdag-Straße 21
- Gemarkung
- Mandelsloh
ÖPNV in der Nähe
- Mandelsloh In der Wiek · 268 m
- Mandelsloh Friedhof · 408 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)