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Amtsturm Museum Lüchow

Amtsturm Museum Lüchow

Der Amtsturm ist das letzte Überbleibsel des einstigen Lüchower Schlosses. Dieses wurde 1811 bei einem verheerenden Stadtbrand fast vollständig zerstört. Einzig der mächtige Turm blieb erhalten. In ihm ist heute ein Heimatkundemuseum untergebracht. Verteidigungsanlagen gab es am Standort des heutigen Amtsturms vermutlich schon seit vielen Jahrhunderten. Strategisch günstig auf einer kleinen Sandinsel in einer Schleife des Flüsschens Jeetzel gelegen, errichteten hier zunächst die Slawen und eine Wallanlage. Später entstand an gleicher Stelle eine Burg. Als Erbauerin des späteren Schlosses gilt Anna von Nassau-Dillenburg, die die Anlage zwischen 1471 und 1473 als Witwensitz nutzte. Beim großen Brand von Lüchow im Jahre 1811 brannte auch das Lüchower Schloss bis auf die Grundmauern nieder. Einzig ein Turm des Schlosses, heute als Amtsturm bekannt, blieb bestehen. Vom Umgang des Turmdaches in 22 Metern Höhe, bietet sich zudem ein hervorragender Blick über Lüchow und das Umland. Das Amtsturm Museum Lüchow hat seinen Ursprung in der zu Anfang des vorigen Jahrhunderts entstandenen Sammlung des Wendländischen Geschichts- und Altertumsvereins von 1905 e. V.. Bis in die 1980er-Jahre wurde die Sammlung zu den Themen Geologie, Prähistorie und Volkskunde im Amtsturm präsentiert. In den 1980er-Jahren erfolgte eine Neuorientierung und die volkskundlichen Sammlungen, vor allem die herausragende Trachtensammlung, wurden als Leihgabe an das Rundlingsmuseum Lübeln abgegeben. In der Neugestaltung des Museums im Amtsturm lag nun der Fokus auf der Geschichte des Schlosses und der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Wendlandes. Die Neugestaltung des Jahres 2025 im barrierefreien neu Ausstellungsgebäude und im Amtsturm richtet den Blick auf die Geschichte Lüchows, des Schlosses und des Wendlands mit ihren Konflikten, Gegensätzen und einer Katastrophe, auf die Veränderungen, die diese Umbrüche gebracht haben und wie die Menschen vorgesorgt haben, um diese zu verhindern bzw. mit ihnen umzugehen. An die sehr umfangreiche archäologische Sammlung des Vereins erinnern die hier ausgestellten Jahrtausende alten Tongefäße. Die Ausstellung im Amtsturm selbst setzt den Fokus auf das Gebäude und dessen Geschichte.

Adresse
Johannisstraße 2-3 und Amtsturm im Amtsgarten, 29439 Lüchow
Website
www.wendland-elbe.de/

Bild: SG Lüchow, Urlaubsregion Wendland.Elbe (Lizenz CC BY-SA)

Quelle: Amanda Hasenfusz, Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)