Lingen (Ems), Stadt, Burgstraße 28, Stadtpalais Danckelmann (Amtsgericht)
Zweigeschossiger traufständiger, z. T. verputzter Werksteinbau von sieben Achsen auf hohem Kellersockel unter Satteldach. Große Rechteckfenster, nur an den Giebeln Kreuzstockfenster. Werksteingliederung: Fensterrahmungen, an allen vier Seiten kolossale toskanische Pilaster, schmales geschossteilendes Gesims, Traufgesims, an den Giebeln geschossteilende Gesimse. Auf der Hofseite mittig zweiläufige Freitreppe und Portal mit doppeltem Oberlicht und Werksteinrahmung mit Quaderung, Gebälken, Voluten seitlich des Oberlichts und bekrönendem Wappenrelief. Östlich anschließend auf der Hofseite Toranlage: Eisengittertor aus zwei Flügeln zwischen Sandsteinpfeilern, bekrönt von Vasen, und seitliche Durchgänge, auf dem östlichsten Pfeiler Figur eines sitzenden Löwen.
Erbaut 1638-1646 durch den oranischen Landrichter und Vizedrosten Sylvester von Danckelmann. 1717-1719 Umgestaltung: Fenster vergrößert, Pilastergliederung, Toranlage. 1769 durch den Preußischen Domänenfiskus erworben, seitdem Amtsgericht. 1969-1971 große rückwärtige Erweiterung des Amtsgerichts und Toranlage von der Straße zurückversetzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Lingen
- Adresse
- Burgstraße 28
- Gemarkung
- Lingen
ÖPNV in der Nähe
- Lingen, Bahnhof · 390 m
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)