Leer (Ostfriesland), Stadt, Westerende, Krypta
Die inmitten des evangelisch-reformierten Friedhofes liegende Krypta wurde um 1200 als Unterkirche der alten St. Liudgerkirche errichtet, die Ende des 18. Jahrhundert abgebrochen wurde. So zeigt sich die Krypta mit Erdüberdeckung als erhabene Grünfläche, die seitlich von niedrigen Backsteinmauern gestützt wird. In die östliche Mauer mit eingezogenem Mittelteil sind historische Grabplatten aus dem späten 16. Jahrhundert mit ganzfigurigen Darstellungen der Verstorbenen Arndt Frese, Klaas Frese und Ortgise van Wersabe eingelassen.
Der Zugang zu der Krypta befindet sich an der Südseite; bei der Umgestaltung 1955 zu einer Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde eine Vorhalle mit offenen, spitzbogigen Öffnungen über den historischen Zugang gesetzt, seitlich Maueranker in Form von Fackeln, oberhalb des alten Portals die Inschrift: HIER GEDENKEN DIE BÜRGER VON LEER DER OPFER DER WELTKRIEGE 1914-1918 1939-1945.
Eine elfstufige Treppe führt hinunter in einen zweischiffigen Raum mit zwei Apsiden an der Ostseite. Die drei Joche der beiden Schiffe sind tonnengewölbt mit Stichkappen, nur das mittlere und östliche Joch des Nordschiffes haben ein später eingezogenes, profiliertes Bandrippengewölbe, das auf Wandvorlagen ruht, mit einem schmalen Zwischenjoch.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Leer
- Adresse
- Westerende
- Gemarkung
- Leer
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- Leer(Ostfriesl) Blinke · 197 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)