Leer (Ostfriesland), Stadt, Westerende
Der alte reformierte Friedhof am Westerende in Leer wurde auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel, einem sogenannten Plaggenhügel, angelegt. Die ersten Bestattungen erfolgten bereits im 8. Jahrhundert. Der terrassierte Kirchhof ist von einem Ringpfad mit einer äußeren Reihe von Lindenbäumen und einer Backsteinmauer umgeben. Auf dem Friedhof – vor allem auf der Westseite – befinden sich zahlreiche historische Grabsteine aus Naturstein. Das Zentrum des Friedhofs bildet die sog. Krypta, die sich etwas aus dem Scheitelpunkt des Hügels erhebt und mit Erdüberdeckung als erhabenen Grünfläche zeigt. Diese Krypta gehörte als Unterkirche zu der um 1200 in Massivbauweise errichteten St. Liudgerkirche. Nach dem Abriss der Oberkirche Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Unterkirche in Grabkammern unterteilt. Ihre Neugestaltung als Gefallenendenkmal 1955-58 führte auch zu einer Umgestaltung des Friedhofs. Es erfolgte eine Umbettung der Verstorbenen aus den Grüften, die Grabmäler wurden zum Teil auf den Friedhof versetzt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Leer
- Adresse
- Westerende
- Gemarkung
- Leer
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)