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Leer (Ostfriesland), Stadt, Neue Straße, Gruppe baulicher Anlagen

Altstadt (Baukomplex) · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Leer (Ostfriesland), Stadt

Die Neue Straße in Leer führt den Verlauf der Rathausstraße nach Südwesten fort. Von der Waage ausgehend passiert die Neue Straße den Platz an der Waage, den alten Marktplatz am Ufer der Leda, und verläuft mit einer beidseitigen Bebauung parallel zum Handelshafen. Nach Westen zweigen die Garrel- sowie die Kampstraße ab, weiter südlich knickt die Neue Straße nochmals nach Südwesten, bevor sie in den Straßenzug Pferdemarktstraße/ Groninger Straße einmündet.

Der südliche Abschnitt der Neuen Straße zeigt einen weitgehend geschlossenen, historischen Baubestand auf alter Parzellenstruktur. Ein- bis zweigeschossige Wohnhäuser mit Steildach stehen giebel- oder traufständig in geschlossener Bauweise zur Straße. Der überkommene Straßenraum ist flächig angelegt und mit Klinkersteinen gepflastert, wobei die mittige Fahrspur von Betonsteinrinnen markiert wird.

Zum älteren Baubestand zählen die eingeschossigen, giebelständigen Wohn- und Handwerkerhäuser, die im Kern teils noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen, wobei die Straßenfassaden im 18. und 19. Jahrhundert mit Putzfassaden neugestaltet wurden. Weiterhin prägen vorrangig zweigeschossige, traufständige Wohnhäuser das Straßenbild, die vom späten 18. bis ins späte 19. Jahrhundert im Stil des Klassizismus bzw. Historismus errichtet wurden. Dabei sind sowohl backsteinsichtige Fassaden als auch Putzfassaden vorhanden. Allein durch die Größe herausgehoben sind das 1811 als Gastwirtschaft und Hotel errichtete Haus Neue Straße 44 sowie das 1757 gebaute Wohn-Packhaus Neue Straße 63. Vereinzelt ergänzen Pack- und Hinterhäuser (Neue Straße 41, 48, 57) das Gebäudeensemble.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Leer
Gemarkung
Leer

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)