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Hildesheim, Stadt, Domhof 3, Kreuzganggarten mit Friedhof

Friedhof · Einzeldenkmal · Hildesheim, Stadt

Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Von Beginn an hat das Domkapitel den Kreuzganggarten nicht nur als kontemplativen Andachtsort, sondern auch als Begräbnisstätte für Bischöfe, Domherren, Domkapitulare und Domdechanten genutzt. Grabsteine und Grabplatten in der Gartenfläche geben darüber ebenso ein Zeugnis ab wie die Epitaphien im Umgang des Kreuzgangs. Vor allem markiert die Annenkapelle inmitten des Kreuzganggartens die Funktion als Konventsfriedhof und Stätte des Totengedenkens. Ein herausragender Schmuck zeigt sich im sogenannten 1000-jährigen Rosenstrauch, einer Wildrose, deren Ursprung mindestens ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Aus volkstümlicher Sicht ist der ungewöhnlich große Rosenstock ein uraltes Markenzeichen des Bistums Hildesheim, das nicht nur alle Katastrophen überlebt hat, sondern in Zusammenhang mit der Marienverehrung auch eine vielfältige Symbolkraft entwickelt hat. Über den Verbleib der drei Neupflanzungen aus der Nachkriegszeit (Adlerschwingenzypresse, japanische Mädchenkiefer, blaue Atlaszeder) ist derzeit ebensowenig bekannt wie über den Verbleib von zwei Sandsteinsäulen, deren Entstehung im 12. Jahrhundert liegen soll.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Hildesheim
Adresse
Domhof 3
Gemarkung
Hildesheim

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)