Hildesheim, Stadt, Domhof 3, Domkreuzgang mit Laurentiuskapelle und Antoniuskirche, auch Dommuseum
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Von Hezilo, Bischof von Hildesheim zwischen 1054 und 1079, ging nicht nur ein entscheidender Impuls für den Dombau, sondern auch die Errichtung des dreiflügeligen und doppelgeschossigen Domkreuzgangs aus, der hinter dem Domchor liegend bis um die Mitte des 12. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. In den Zwickel zwischen dem südlichen Kreuzgangflügel und dem Südquerhaus mit der daran angegliederten Domsakristei ist die um 1100 erbaute Laurentiuskapelle eingefügt, über der man um 1200 einen geräumigen „Rittersaal“, die „Aula Nobilium“ des bischöflichen Landesherrn errichtete. An beide Räumlichkeiten östlich anschließend, entstand um das Jahr 1444 die Antoniuskirche als Dompfarrkirche, die ebenfalls vom Kreuzgang aus zugänglich ist. Nach mehreren Nutzungsänderungen über die Jahrhunderte hinweg, nach Teilzerstörungen im Krieg, beherbergen Antoniuskirche und Rittersaal nach der großen Instandsetzung seit 2014 das modernisierte Dommuseum mit den zahlreichen zum Weltkulturerbe zählenden Exponaten.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hildesheim
- Adresse
- Domhof 3
- Gemarkung
- Hildesheim
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)