Hildesheim, Mastbergstraße 23
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Wohn-/Wirtschaftsgebäude im Nordteil des ehem. Burg- und Domänengeländes, direkt an der ehem. Befestigungsmauer und dem Mühlengraben, der hier einen Kolk ausbildet(e). Das Gebäude besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen: östlich steht ein eingeschossiger Stall aus Bruchsteinmauerwerk mit Werksteineinfassungen und einem hohem Satteldach, auf dem zwei Reihen kleiner Schleppgauben sitzen. Nach Angabe des Kunstdenkmäler-Inventars (1938, S. 212) steckt im Stalltrakt mittelalterliche Bausubstanz. Westlich davon steht quer angebaut ein zweigeschossiges Gutsarbeiterwohnhaus von 1907 (i) mit Putzfassaden, das ursprünglich backsteinsichtig war. Die Fenster sind mit Segmentbögen versehen; das Dach ist ein Kurzwalmdach. An der nach Südosten orientierten Giebelfassade sind als Spolien zwei Wappentafeln angebracht, die untere mit einer Inschrift von 1594. Es handelt sich um Objekte der ehemals an oder nahe dieser Stelle gelegenen, 1905 abgebrannten Steuerwalder Mühle, die hinweisen auf die Bauherren Ende des 16. Jahrhunderts, d.h. auf Herzog Ernst v. Bayern (Hildesheimer Bischof ab 1573) sowie auf Eberhard v. Essen (Amtmann in Steuerwald 1593-98).
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hildesheim
- Adresse
- Mastbergstraße 23
- Gemarkung
- Hildesheim
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)