Hemmingen, Stadt, Im Sundern, Mausoleum Graf Carl von Alten
Aufnahmen: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
In einem Waldstück auf einer künstlichen Insel errichtetes Mausoleum für General Graf Carl von Alten (1764-1840), gebaut als kleiner Saalbau auf Werksteinsockel mit Spitztonnengewölbe unter Satteldach, im Osten eine kleine sattelgedeckte Vorhalle. Zweischaliges Mauerwerk, innen ursprünglich verputzter Bruchstein, außen unverputztes Backsteinmauerwerk mit hohen fialenartigen Eckpfeilern und Bogenfriesen in neugotischen Formen. Neben kleinen Kreuzblumen auf den Ecktürmen befand sich eine große Kreuzblume auf dem Giebel über dem Eingang, darunter das Wappen der Familie v. Alten aus Sandstein, im Westgiebel ein Rundfenster mit hölzernem Maßwerk. Das 1840 von Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) geplante und 1842 von Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) ausgeführte Gebäude war Teil des Gutes Sundern und lag am südwestlichen Ende des Gutsparks in der Blickachse des Herrenhauses. Vermutlich führte eine Lavesbrücke vom Park zur Mausoleumsinsel. Die alte Gutsanlage ist seit den 1950er Jahren verschwunden. In den Nachkriegsjahren fiel das Mausoleum mehrfach Vandalismus zum Opfer und wurde bis fast auf die Grundmauern zerstört. Die Gebeine des Generals von Alten wurden bereits 1958 mit dem Sandsteinwappen in die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover überführt. Seit 1987 kümmert sich ein Förderverein um die Erhaltung des Denkmals. In den Jahren 2014-2016 wurde die Ruine in großem Umfang mit Fördermitteln gesichert, zum Teil rekonstruiert und für Besucher erschlossen. Die 1973 entwendete Haupttür wurde 2016 zurückgegeben und ist in der Friedhofskapelle Hemmingen-Westerfeld untergebracht.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hemmingen-Westerfeld
- Adresse
- Im Sundern
- Gemarkung
- Hemmingen-Westerfeld
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)