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Helmstedt, Stadt, Poststraße 3

Postgebäude · Einzeldenkmal · Helmstedt, Stadt

Postdienstgebäude: Über Eck an den Straßen Bahnhof- und Poststraße gestellter repräsentativer zweigeschossiger Zweiflügelbau als verputzter Massivbau mit Werksteinelementen aus rotem Sandstein auf hohem niveauausgleichenden Quadersockel unter abgewinkeltem Walmdach in Hohlpfannendeckung über durchlaufenden Kraggesims. Der Haupteingang befindet sich an der Ostfassade, an der Ecke der tiefer gelegenen Bahnhof- und der ansteigenden Poststraße. Hier springt ein Mittelrisalit leicht vor, der nach oben durch einen geschweiften Renaissancegiebel auf dem auf Dachansatzhöhe durchlaufenden Gurtgesims mit Halb- und Viertelrosetten abgeschlossen ist, im obersten Niveau ein Rundfenster, welches durch einen dreieckigen Ziergiebel bekrönt ist. Vor dem stark hervorkragenden Rundbogenportal mit originaler Haustür stehen links und rechts des Treppenlaufs korinthische Säulen, die einen Architrav mit der Inschrift Postamt tragen. Darüber ein Balkon, der vom Obergeschoss aus erschlossen werden kann. An der Balkonbrüstung eingemeißelte Rosetten-Reliefs. An den beiden Straßenfassaden beiderseits leicht vorspringende Eckrisalite, im Erdgeschoss Rundbogenfenster deren Oberlichter eingefasst sind, in den westlichen Risaliten Zwillings-, in den östlichen Drillingsfenster mit Sandsteingewänden und überfangendem Rundbogen, im Obergeschoss profilierte Einfassungen der Fenster mit gerader Sturz- und Segmentbogenbekrönung. An der Westseite des Südflügels am Westgiebel war ursprünglich ein hoher Turm mit Welscher Haube angebracht, der 1958 abgebrochen wurde und anstatt ein Nebeneingang auf Erdgeschosshöhe eingerichtet.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Helmstedt
Adresse
Poststraße 3
Gemarkung
Helmstedt

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)