Helmstedt, Stadt, Juleum - Academia Julia Carolina (Universität Helmstedt), Gruppe baulicher Anlagen
Die Universität Helmstedt wurde 1574 vom Herzog Julius von Brauschweig-Lüneburg, kurz nach seiner Einführung der Reformation 1568, gegründet und 1576, mit kaiserlichen Privilegien ausgestattet, eröffnet. 1575/76 entstanden zwischen der Collegien- und der Bötticherstraße auf dem Gelände des Stadthofes des Klosters Mariental die ersten Universitätsgebäude in Form der Ost-West-Flügel. Das Hauptgebäude des Juleums, eines der bedeutendsten Renaissancebauten Deutschlands, wurde 1592-1597 als Haupthaus und Auditorium vom Architekten Paul Francke errichtet, mit Figurenschmuck vom Bildhauer Jakob Meyerheine. Im Obergeschoss befindet sich heute die ehemalige Universitätsbibliothek, im Untergeschoss das Kreisheimatsmuseum. Den südlichen Abschluss des Universitätsplatzes bildet das ehemalige Gymnasium von 1882, welches als jüngster Bau den Flügel aus dem 18 Jh. ersetzt und die Universität zur Amtsgasse hin abschließt. 1966-70 und Ende der 80er Jahre wurden umfangreiche Restaurierungs- und Renovierungsmaßnahmen an den Universitätsgebäuden durchgeführt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Helmstedt
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)