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Helmstedt, Stadt, Hofanlage Edelhöfe 2; Dieckmannscher Hof; ehem. Großer Hof, Gruppe baulicher Anlagen

Hofanlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Helmstedt, Stadt

Stattlicher, ehemals vierseitig umbauter Hof mit massiven Wohn- und Wirtschaftsgebäuden der zweiten Hälfte des 19. Jh. (Stall und Kutscherhaus nicht mehr erhalten), mit straßenseitiger Toreinfahrt und Mauereinfriedung. Ehemaliger Hof des Abtes von St. Ludgeri, der ihn seit dem 13. Jh. als Lehen ausgab. Als „Der große Hof“ genannt im Besitz des Benediktinerklosters St. Ludgeri von ca. 1000 bis 1491 gehört es mit den Edelhöfen zu den Siedlungskernen der Stadt Helmstedt. Von 1491-1802 wurde die Hofstelle von der Stadt in den Besitz der Herzöge zu Braunschweig-Wolfenbüttel übergeben, die ihn zu Lehen ausgaben. Neben dem Adel residierten auch Professoren der Helmstädter Universität in dem Anwesen wie z.B. Prof. Georg Calixt ab dem Jahre 1647. Ab dem Jahre 1822 befand sich die Hofanlage im Besitz der Familie Dieckmann, die teils auf Fundamenten der Vorgänger die Hofstelle zu einer massiven landwirtschaftlichen Anlage mit Brennerei umbaute. Im Zweiten Weltkrieg an der Nordseite teilzerstört, verblieb der Dieckmannsche Hof bis zum Ende des 20. Jh. einer der letzten landwirtschaftlichen Betriebe innerhalb der Stadt.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Helmstedt
Gemarkung
Helmstedt

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)