Helmstedt, Stadt, Großer Kirchhof, St. Stephani-Kirche
Dreischiffige, fünfjochige Hallenkriche in Sandsteinquader-Mauerwerk mit 5/8- Chorpolygon, gerade schließenden Seitenschiffen sowie turmlosen Westriegel. Erste Erwähnung der Pfarrkirche um 1160, Patronsrechte beim Ludgerikloster. Zu den romanischen Rudimenten des ältesten Baus gehören ein Stephanus-Relief und ein Bronze-Türgriff mit Löwenprotome, andere Werkstücke im Inneren der Westanlage vermauert. Gewölbejoche im Mittelschiff über quadratischen, in den Seitenschiffen über längsrechteckigem Grundriss. Durchgreifender Umbau Anfang des 15. Jh., aus dem das Kreuzrippengewölbe mit figürlich reliefierten Schlusssteinen sowie die Außenmauern mit fünf Portalen und Maßwerksfenstern stammen. Glasmalereien von August F. Müller, das Satteldach sowie die floralen Ausmalungen sind der Erneuerung der Kirche 1903-1906 hervorgegangen. Rundherum an der Außenfassade sowie im Innenbereich historische Epitaphien von Professoren der Helmstädter Universität. Im Kirchenraum befindet sich neben einer spätgotischen Pantokratos-Skulptur im Nordportal, einem Orgelprospekt der Renaissance von um 1584 sowie einem Altarretabel von 1644 eine beachtliche Sammlung an Ausstattungselementen aus dem 13. bis 20. Jh.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Helmstedt
- Adresse
- Großer Kirchhof
- Gemarkung
- Helmstedt
ÖPNV in der Nähe
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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)