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Helmstedt, Stadt, Doppelhaus Wilhelmstr. 17, 18, Gruppe baulicher Anlagen

Doppelhaus · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Helmstedt, Stadt

Als bauliche Einheit angelegtes Doppelhaus der Jahrhundertwende. Die jeweils zweigeschossigen Doppelhaushälften in verputztem Massivbau sind stilistisch unterschiedlich. Der giebelständige Bau mit ausgebautem Dachgeschoss unter Satteldach in Hohlpfannendeckung des Hauses Nr. 17 mit freistehender Südwestecke erhebt sich über einem Souterraingeschoss in Scheinquaderung. Im Erdgeschoss Rundbogenfenster, im Obergeschoss gerade abschließende Fenster, alle mit Putzrahmung und ornamentalen Jugendstil-Reliefs, entweder im Brüstungsfeld oder als Bekrönung. Profilierte Gurtgesimse und verkröpfte Brüstungsgesimse aus Putz. Die Hauptfassade wird nördlich von einem Zwerchgiebel bekrönt, ursprünglich bildeten an der Hauptfassade mehrere Türmchen mit hohem Turmhelm den Abschluss. Die Nordostecke wird durch einen diagonal vorgesetzten Standerker mit offener Loggia im Obergeschoss geprägt. Vor Nordwestseite eingeschossiger Eingangsvorbau mit hoher Treppe und einem leicht vortretenden Treppenhaus, darüber ein leicht herauskragender Mittelrisalit. Die original erhaltene hölzerne Eingangstür und ein farbiges Fenster mit Rosenmotiven im Treppenhaus sind in Formen des Jugendstils gestaltet. Der traufständige angebaute Bau der Wilhelmstraße 18 ist im Südosten freistehend und ruht auf einem circa 1 m hohen verputzten Sockel als Souterraingeschoss. Das Dachgeschoss ist ebenfalls ausgebaut, hier mit Drempel, unter Satteldach in Falzziegeldeckung. Der südöstliche Hausteil der Hauptfassade ist als Risalit gestaltet und springt um circa 0,25 m vor. Er wird von einem geschweiften Ziergiebel bekrönt, nördlich ein Dachhäuschen in Fachwerk. Putzquaderung an den Ecken, alle Fenster mit profilierter, im einzelnen unterschiedlicher Putzrahmung, teilweise mit Quaderimitation. Am Risalit und an Südostseite ornamentale Jugendstilreliefs. An Südostseite eingeschossiger Eingangsvorbau mit Treppe, an dieser seitlich originales Eisengeländer. Die Haustür aus Holz und Glas ist wie das Eisengeländer in Jugendstilformen gehalten.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Helmstedt
Gemarkung
Helmstedt

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)