Hemeln, St. Marien
Querrechteckiger, romanischer Westturm, erbaut um 1200, mit ziegelgedecktem Satteldach. In Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, Stützpfeiler an Süd- und Westseite 1891 ergänzt. Im Glockengeschoss nach Westen, Norden und Süden je ein rundbogiges, gekuppeltes Schallfenster (Biforium), Teilungssäulchen mit Maskenkapitellen. 1734 Turmuhr belegt, vor 1919 neue Turmuhr der Firma Weule, Bockenem, eingebaut. 1966 Uhrerker entfernt (Turmuhr erhalten). Daran anschließend ein Saalbau aus Bruchsteinmauerwek mit Eckquaderung und polygonalem Ostschluss, ausgerichtet leicht ostnordöstlich, erbaut 1681 (i). Zigelgedecktes Satteldach, im Osten abgewalmt. Je zwei rundbogige Sprossenfenster an den Längsseiten, drei rundbogige Sprossenfenster am Chor, Sandsteingewände. Rundbogige Eingänge an Nord- und Südseite, im Süden mit Inschrift „Jova Juva!“ (Gott hilf!) im Sturz, darüber Inschriftentafel: „Soli Deo Gloria. Dis Gotteshaus ist gebawet Anno n[atum] C[hristum] MDCLXXXI“ (Allein Gott die Ehre). Bauinschrift am Chor: „Andreas Werner M[eister] 1600“, wohl vom Vorgängerbau. Im Inneren ein verbrettertes Tonnengewölbe sowie eine Westempore. 1791 Renovierung, 1852 Dachreparatur, Fenster neu verglast. 1891 neue Dacheindeckung (Ziegel, davor Sandsteinplatten), neues Tonnengewölbe (zuvor als Sternenhimmel gestaltet). 1966 Neugestaltung Innenraum (u. a. Seitenempore entfernt, neuer Fußboden). 1993 Mauerwerkssanierung. 2000 Neuausmalung. Als Ausstattung ist ein schlichter Blockaltar mit Sandsteinmensa vorhanden sowie ein zweistöckiges, architektonisch gestaltetes Altarretabel von 1686/94. Bis 1966 war die Kanzel in den Altar integriert.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Hemeln
- Adresse
- Marienkirchstraße 10
- Gemarkung
- Hemeln
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)