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Hann. Münden, Fuldabrückenstraße 26, Fährenpfortenturm

Befestigung ➔ Stadtbefestigung ➔ Stadtmauerturm · Einzeldenkmal · Hann. Münden, Stadt

Am südwestlichen Rand des mittelalterlichen Stadtkerns, an dieser Stelle knickt die von Norden verlaufende Stadtmauer etwa rechtwinklig nach Osten ab. Rund 26 m Höhe. Erstmalige Erwähnung 1410, bereits 1383 wird die namengebende sog. Fährenpforte als Durchlass in der Stadtmauer erwähnt.
Nach Schleifung der Anlagen der Stadtbefestigung Anfang des 19. Jahrhunderts nutzte man das Bauwerk als Schrotturm. Erworben 1848 durch den Unternehmer Carl Georg August Natermann vom südliche gelegenen Fabrikationsbetrieb Haendler & Natermann, wurde er um über zehn Meter erhöht. Mit der neu gewonnenen Höhe ließ sich im obersten Stockwerk eine Gießstube einrichten zur Produktion von Schrotkugeln: dort wurde flüssiges, heißes Blei durch ein Sieb gegossen, somit bildeten sich aus großer Höhe durch den Fall runde (Schrot)Kugeln. Auch der sog. Hampesche Turm diente im 19. Jahrhundert der Schrotproduktion. Seit dem letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wird nicht mehr nach diesem Verfahren produziert und der Fährenpfortenturm wurde 1983 von der Stadt Hann. Münden zurückgekauft, heute beherbergt er das Mündener Museum der Arbeit.
Turm aus Bruchsteinmauerwerk, nördlich an seinem Sockel befindet sich ein zweigeschossiger, verputztter Bau dessen Walmdach am Turmmauerwerk anschließt. Ehem. Pförtnerhaus.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Münden
Adresse
Fuldabrückenstraße 26
Gemarkung
Münden

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)