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Hann. Münden, Fangenturm

Stadtmauerturm · Einzeldenkmal · Hann. Münden, Stadt

27 Meter hoher Turm aus grobem Natursteinmauerwerk mit kreisrunden Grundriss. Im unteren Bereich hat der Turm einen Mauerdurchmesser von etwa drei Metern. Im oberen Bereich des Turms befindet sich auf der Südseite eine Pechnase. An der Nordseite schließt sich ein kurzes Reststück der Stadtmauer an, die in diesem Bereich etwa fünf Meter hoch war. Auf der Westseite des Turms Richtung Altstadt fallen Konsolsteine ins Auge, die ursprünglich vermutlich den entlang der Stadtmauer verlaufenden Wehrgang trugen. Entsprechend findet sich der ehemalige Zugang zum Turm ebenfalls an dieser Seite und in der entsprechenden Höhe. Im Inneren im Untergeschoss ein ehemaliges Verlies mit trichterförmigem Gewölbe, das nur über eine runde Deckenöffnung zugänglich war. Das nächsthöhere Turmgeschoss bestand ebenfalls aus einem Gewölbe mit einer viereckigen Deckenöffnung. Erbaut als mittelalterlicher Stadtmauerturm ("Fangenturm") um 1400. Nach Aufgabe der Stadtbefestigung im 19. Jahrhundert unterlag er keiner weiteren Nutzung, wie zum Beispiel der Fährenpfortenturm und der Hampesche Turm als Schrottürme. Der heutige Turmeingang auf der Stadtaußenseite entstand 1904, als ein Durchgang zum Wintergarten des Hotels „Zur Krone“ geschaffen wurde - weswegen der Turm auch als "Kronenturm" bezeichnet wird.

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)