St. Matthäus-Kirche
Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)
Im Mittelpunkt des alten Ortskerns gelegene dreischiffige, dreijochige Hallenkirche unter Satteldach mit Westturm und eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Verputzter Bruchstein mit Eckquaderung, die strebepfeilergestützen Schiffswände sind in Werkstein ausgeführt, die Innenwand des Westgiebels in Fachwerk. Der Turm auf eingezogenem quadratischem Grundriss ist mit einem kupferverkleideten Pyramidendach mit hohem Tambour und Kegelspitze gedeckt. Neugotische Innenausstattung mit verputzter Kreuzgratwölbung in Holz, mittelalterlicher Altar. Mit der Einführung der Reformation im Fürstentum Calenberg 1543 wurde auch Gronau protestantisch und blieb es aufgrund der Bestimmungen des Westfälischen Friedens von 1648, obwohl es seit 1643 wieder zum katholischen Hochstift Hildesheim gehörte. Die ältesten Teile im Turm der ev.-luth. St. Matthäus-Kirche reichen bis in die vorreformatorische Zeit zurück, die möglicherweise von dem kurz nach der Stadtgründung gebauten, 1309 nachgewiesenen Bau stammen, andere Teile sind für das 15. und 16 Jh. datiert. Nach dem Stadtbrand von 1703 wiederhergestellt und umgebaut, war jedoch Mitte des 19. Jh. wieder stark baufällig. Die heutige Hallenkirche ist deshalb im Wesentlichen eine neugotische Umgestaltung durch den Architekten Tochtermann nach Plänen von G. L. F. Laves der Jahre 1856-59. Die 1860 fertiggestellte Orgel von Philipp Furtwängler (1800-1867) gilt als der größte Orgelbau im Werk des bekannten Unternehmensgründers.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Gronau, Nr. 5
- Adresse
- Hauptstraße 6
- Gemarkung
- Gronau
- Baujahr
- 1309
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)