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Schlossanlage Brüggen

Schlossanlage · Teil einer Denkmalgruppe (Ensemble) · Gronau (Leine), Stadt

Aufnahme: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Lizenz CC BY-SA 4.0)

Westlich am Ortsrand nahe der Leine gelegene große Gutsanlage mit einem annähernd quadratischen Wirtschaftshof, der im Norden, Osten und Süden durch eine fast geschlossene Bebauung aus Wirtschaftsgebäuden mit Torhaus unter hohem Fachwerkturm mit geschweifter Haube, einem ehemaligen Kavaliershaus und einer Kapelle begrenzt wird. Ein vermutlich um 1900 errichtetes kleines Wirtschaftsgebäude und eine achsensymmetrisch gegenüberliegende Gruppe dreier alter Bäume teilen den Hof in eine östliche Hälfte vor dem Torbau und eine westliche Hälfte mit einem Cours d’honneur um eine ovale Grünfläche. Westlich schließt ein Schlossbau den Hof ab, ein dreigeschossiger elfachsiger, verputzter Massivbau unter niedrigem Walmdach. Mittelpunkt der symmetrisch gegliederten Hauptfassade ist ein dreiachsiger Risalit mit Dreiecksgiebel, der Oculus im Giebelfeld ist von reichem Reliefschmuck umgeben. Der Schlossbau ist datiert 1693, er wurde ausgeführt von Hermann Korb (1656-1735) nach einem Entwurf von J. B. Lauterbach; die Kapelle wurde 1706 geweiht, das Kavaliershaus wurde um 1800 errichtet. Westlich und nordwestlich des Schlossbaus erstreckt sich ein zum Teil durch eine hohe Steinmauer eingefriedeter, großer Landschaftspark.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Brüggen, Nr. 27
Gemarkung
Brüggen
Baujahr
1656

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)