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Goslar, Stadt, Mönchestraße 3, Mönchehaus

Wohn-/Wirtschaftsgebäude · Einzeldenkmal · Goslar, Stadt

Dreigeschossiger Fachwerkbau mit Halbwalmdach in Schieferdeckung, traufständiges Eckhaus in offener Blockrandbebauung, Giebelseite zur Mönchestraße mit "Goslarer Giebel". Fassade fachwerksichtig, Erd- und Zwischengeschoss in Ständerbauweise, Oberstock als Speicherboden in Stockwerksbauweise, leicht auskragend auf langen, waagerecht profilierten Knaggen und Balkenköpfen, dazwischen Windbretter, Schwelle mit Trapezfries, regelmäßige Fußstreben; über dem Speicherstock im Giebel ein Dachgeschoss, ebenfalls leicht auskragend. An der Giebelseite leicht spitzbogiges Dielentor, mit Schnitzwerk dekoriert, Torständer mit Kandelaberwerk, darüber mit "Wilden Männern", Inschrift im Torsturz: "§ 1 § 5 § 2 § 8 §". Im Inneren erhaltene Längsdäle mit seitlichem Zwischengeschoss, mit "Apostelzimmer" samt Ausstattung von 1561; Wandbrüstungen, Ständer und Balkendecke vertäfelt, Wandfelder mit Grisaillemalereien von Daniel Poppe. Die Malereibefunde werden in einer denkmaldidaktischen Präsentation "Trag' es mit Fassung" für die Öffentlichkeit veranschaulicht. Der Schiefer-Wandbehang des Mönchehauses zählt zu den ältesten Deutschlands. In einem bundesweiten Forschungsprojekt wurde ein Großteil des historischen Goslaraner Schiefers konserviert und wiederangebracht.
Seit 1978 als "Mönchehaus Museum" genutzt durch den Verein zur Förderung moderner Kunst e. V. Goslar (VFK).

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Goslar
Adresse
Mönchestraße 3
Gemarkung
Goslar

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)