Goslar, Stadt, Kaiserbleek 6, Kaiserpfalz
Mit dem Bau der Goslarer Kaiserpfalz wurde gegen Mitte des 11. Jahrhunderts unter Kaiser Heinrich III. begonnen, im späten 12. Jahrhundert wurde sie unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa weiter ausgebaut. Seit dem 14. Jahrhundert als Gerichtsgebäude genutzt, verfiel das Gebäude seit der frühen Neuzeit und war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nur noch in einem ruinösen Zustand überkommen. Ab 1868 erste Wiederaufbaumaßnahmen, ab 1873 weitergebaut nach veränderten Plänen zur Wiederherstellung nach zeitgenössischen romantischen Vorstellungen, bis 1887 unter Einbeziehung der ursprünglich frei stehenden Ulrichskapelle vollendet.
Mehrgeschossiger Gebäudekomplex in Massivbauweise, bestehend aus dem zentralen Saalbau mit tonnengewölbtem Erdgeschoss und dem Kaisersaal im Obergeschoss, der 1879-1897 vom Maler Hermann Wislicenus mit monumentalen Kaisergemälden ausgestaltet wurde. Nördlich angrenzend ein Magazinbau, der 1821-22 als Kornspeicher ausgebaut wurde und seit der Wiederherstellung der Kaiserpfalz im späten 19. Jahrhundert als Verwaltungstrakt dient. Südlich angrenzend die wohl gegen Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute Ulrichskapelle auf oktogonalem Grundriss, Mittelachse um 5,5 Grad von der Kaiserpfalz abweichend, nach langjähriger Nutzung als Gefängnis und baulichem Verfall ab 1875 wiederaufgebaut und 1886-87 durch einen Verbindungsgang baulich mit der Kaiserpfalz zusammengefügt.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Goslar
- Adresse
- Kaiserbleek 6
- Gemarkung
- Goslar
ÖPNV in der Nähe
- Goslar, Kaiserpfalz · 192 m
- Goslar, Werenbergstraße · 255 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)