Goslar, Stadt, Glockengießerstraße 65, St. Annenhaus
St. Annenhaus, 1494 von der Goslarer Berg- und Ratsfamilie Geismar gestiftet. Zweigeschossiger Gebäudekomplex in offener, traufständiger Straßenrandbebauung, mit nördlich umgebendem Garten. 1488-94 überwiegend in Fachwerkbauweise mit Massivbauteilen errichtet, Ständerbauweise auf umlaufendem Bruchsteinsockel, im Nordosten angegliederter Kapellenbau in Massivbauweise mit 3/8-Schluss, im Südwesten angegliederte eingeschossige, vermutlich ältere Kemenate in Massivbauweise mit Feuerstelle. Im Inneren ein zentraler einschiffiger Saalbau mit dreiseitig umlaufenden Emporen, an die zu den Außenseiten Wohnkammern angeschlossen sind, zentral frei eingestellter Sitzraum mit umlaufenden Holzwänden, ausgerichtet auf den Altar im Chorraum der Kapelle, mit Schnitzaltar des Goslarer Meisters Jobst Heinrich Lessen von 1713. Decken, Deckenbalken und Emporenbrüstungen mit großflächigen Bemalungen aus einer Renovierungsphase zwischen 1671 und 1716, die nach Überdeckung im späten 19. Jahrhundert schließlich 1956 wieder freigelegt wurden.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Goslar
- Adresse
- Glockengießerstraße 65
- Gemarkung
- Goslar
ÖPNV in der Nähe
- Goslar, Sieben Linden · 235 m
- Goslar, Zwingerwall · 302 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)