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Goslar, Markt 1, Rathaus Goslar

Rathaus · Einzeldenkmal · Goslar, Stadt

Spätmittelalterliches Rathaus der Stadt Goslar, erbaut ab 1293 östlich der Marktkirche auf den Fundamenten älterer Verkaufshallen.
Zweigeschossiger Baukomplex in Massivbausweise, bestehend aus dem zum östlich gelegenen Marktplatz orientierten Kernbau mit offenen Marktarkaden im Erdgeschoss, Ratsdiele im Obergeschoss sowie rückwärtig gelegenem, mit einer Holzbohlendecke von 1295 (d) überwölbtem Sitzungssaal, der sogenannten Ratsdornse. Um 1430 Marktfassade spätgotisch neu gestaltet mit Wimpergen und Maßwerkgalerie über der Traufkante, an der Südseite Errichtung einer Freitreppe als neuer Zugang zur Ratsdiele sowie Anbau des sogenannten Südflügels. Um 1500 Erweiterung durch Einbeziehung der an der Südwestecke angrenzenden Marienkapelle als neuer Ratskapelle samt Münzkabinett. 1560 Erweiterungsbau an der Nordostecke mit Oberstock in Fachwerkbauweise, Brüstungsfelder mit Fächerrosetten und Flechtband in Renaissance-Manier. Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts nach Bauschäden barocke Umgestaltung der Fassade, Bohlentonne der Ratsdornse verputzt und mit doppelköpfigem Reichsadler ausgemalt. 1826 Erweiterungsbau an der Nordwestecke mit schlichter Natursteinfassade. 1894-1896 nach Entwürfen des Goslarer Stadtbaumeisters Jakobus Wolckenhaar romantisierende Umgestaltung im Stil der Neogotik, neue Gestaltung der Marktplatzfassade mit symmetrisch angeordneten Spitzbogenfenstern anstelle der vormaligen Korbbogenfenster. Ratsdiele und Ratsdornse 1922 anlässlich des 1000jährigen Stadtjubiläums neu ausgemalt durch Joseph Fahrig, in der Ratsdiele Einbau neuer Glasfenster mit Motiven der Stadtgeschichte. 1936 Umbau der Kellergewölbe unter den Marktarkaden zum Ratsweinkeller, Architekt: Friedrich Fischer. 2016-2022 Umbau als Welterbe-Infozentrum, Entwurf: Krekeler Architekten.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Goslar
Adresse
Markt 1
Gemarkung
Goslar

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)