Zwangsarbeit und antislawischer Rassismus | Eine Führung durch die Ausstellung
Eine Führung durch die Ausstellung mit Annegrit Berghoff, Mitarbeiterin der Ausstellung Die Bedingungen, unter denen die von Nazi-Deutschland ausgebeuteten Zwangsarbeitenden zu überleben versuchten, hingen von der Einordnung in die hierarchischen Rassevorstellungen der Nationalsozialisten, dem rechtlichen Status und dem Geschlecht ab. Für zivile Zwangsarbeitende aus Polen und der Sowjetunion, Ländern also, auf die die Nazis einen kolonialrassistischen Blick hatten, galten diskriminierende Sonderregelungen einschließlich einer Kennzeichnungspflicht. Schon im 19. Jahrhundert wurde in pseudowissenschaftlichen Diskursen die „Rasse“ der „Slawen“ konstruiert. Sie galt als unterentwickelt und primitiv. Die Nationalsozialisten schufen dann das Bild des „Slawischen Untermenschen“, der dem deutschen Volk dienen sollte. Brutale Konsequenz dieses Rassismus: Ermordung, Vertreibung, Zwangsarbeit. Die Führung erzählt von der Bedeutung der antislawischen Sonderregelungen für die Menschen und gibt einen kurzen Überblick über die Kontinuität des antislawischen Rassismus bis in die Gegenwart.
- Veranstalter
- Göttingen Marketing GmbH
- Ort
- Markt 9, 37073 Göttingen
- Eintritt
- Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten.
- Website
- http://zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu/
Quelle: Arndt Kohlmann, Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)