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SUMMARY:Nieves de la Fuente - Xenoform
LOCATION:Markt 9\, 37073 Göttingen
DESCRIPTION:„Wir glauben\, es gibt kein materielles Problem – sei es vo
 n der Natur oder Technologie verursacht – das nicht durch mehr Technolog
 ie gelöst werden kann!“ *\nWenn die Technologisierungs–Utopien des Tr
 anshumanismus in absehbarer Zeit in eine durchschlagende Realisierungsphas
 e eintreten sollen\, spielen bestimmte Pläne der führenden amerikanische
 n Technologie Konzernchefs eine entscheidende Rolle. Bei Ihnen herrscht we
 itgehend Einigkeit darüber\, dass der Weltraum schnellstmöglich besiedel
 t werden sollte\, um mit extraterrestrischen Ressourcen den Bedarf für di
 e steigende Produktion abzudecken. Die Ressourcen der Erde sind endlich\, 
 ein neuer Wettlauf wurde eröffnet\, nur das Motto heißt diesmal nicht 
 „Go West! sondern eher „Go Mars!“ Damit nimmt die geschäftliche Rau
 mfahrt eine neue Schlüsselrolle für die Durchsetzung einer Agenda expans
 iver\, privater Technik-Implementierung ein\; Elon Musk mit „SpaceX“ u
 nd „Starlink“ und Jeff Bezos mit „Blue Origin“ sind prominente Bei
 spiele.\nViele Werke der spanischen Künstlerin Nieves de la Fuente greife
 n relevante Aspekte zu dieser Thematik auf. Die multimedialen Installation
 en setzen sich beispielsweise mit expansivem Bergbau auseinander und zeige
 n u.a. die totale topographische Verwerfung der ursprünglichen Landschaft
 \, welche nach dem Abbau in ihrer leblosen Andersartigkeit frappierend dir
 ekt an die Oberfläche fremder Planeten erinnert. Durch das Mischen von ec
 hten Aufnahmen\, digital gescannten und computergenerierten Visualisierung
 en werden die gezeigten Territorien einerseits noch schwerer fassbar\, and
 ererseits wirken sie in der hochtechnologischen Simulation noch futuristis
 cher. Vergangenheit\, Gegenwart und Zukunft der gezeigten Gebiete verschme
 lzen in entrückten\, fast surrealen Visionen\, welche eigentlich dennoch 
 einen akuten Handlungsbedarf aufzeigen. Denn es ist zu berücksichtigen\, 
 dass es solche verwüsteten Gebiete tatsächlich auf der Erde gibt und sie
  sich ausbreiten. Für diesen Themenkomplex stehen u.a. die Werkreihen von
  „Bridge“\, von „No habrá servicio los Domingos ni en el cumpleaño
 s de la Reina Victoria“ oder von „Reliquia de las Disciplinas Geográf
 icas“\, welche alle Teil dieser Ausstellung sind.\nAndere Projekte in de
 r Ausstellung\, wie z.B. „Night Companions“ oder „ODD//FOES“ (Orbi
 tal Distant Debris Falling on Earth Surface) thematisieren die wachsende A
 nzahl von Satelliten\, welche als Netz die Erde umspannen oder fern von ih
 r als „Pfadfinder“ den Weltraum durchqueren. Diese Flugkörper sind be
 reits grundlegend für Kommunikation und Navigation der Menschen und bilde
 n zukünftig die Basis für eine mögliche Eroberung des Weltraums. Doch w
 er hat die Macht über diese Flugkörper und was passiert\, wenn sie ausfa
 llen? Auf der Erde dienten einst die Sterne der Navigation von Tieren und 
 Menschen\, heute haben erstere häufig das Nachsehen\, da sie auf Sterne a
 ngewiesen sind\, diese aber nicht mehr von leuchtenden „Satellitenpunkte
 n“ am Nachthimmel unterscheiden können.\nNieves de la Fuente zeigt dies
 e fünf Werkgruppen in ihrer Einzelausstellung in Göttingen und bereicher
 t damit das Jahresthema TRANSHUMAN vielschichtig mit den neuen Bereichen u
 nd Aspekten aus ihrem Œuvre. Obschon inhaltlich komplex\, konkretisiert d
 ie Künstlerin die Themen anhand realer Beispiele und macht diese in ihrer
  prägnanten Formensprache und hoch entwickelten Animationen einfach greif
 bar und zugänglich\, ohne im rein Dokumentarischen zu verharren. Vielmehr
  dienen ihr die realen Fallbeispiele als Basis für die Erschaffung von se
 hr innovativen\, eigenständigen Kunstwerken\, welche das Vertraute mit de
 m Fremden fusionieren. Auf diese Art entsteht eine Spannung\, welche die B
 esuchenden ästhetisch\, akustisch und taktil in den von der Künstlerin g
 enerierten „Kunst–Umwelten“ erkunden können. Damit zeigt Nieves de 
 la Fuente beispielhaft auf\, wo sich in der Gegenwart bereits „Transhuma
 ne Tendenzen“ vollziehen und wie dieser Vollzug die menschliche Sicht au
 f interplanetare Konstellationen und Möglichkeiten grundlegend erweitert.
  Doch neue Handlungsspielräume erfordern auch den gesellschaftlichen Disk
 urs in der Abwägung möglicher Folgen für die Allgemeinheit. Der Kunstve
 rein Göttingen ermöglicht diesen gemeinsamen\, kritischen Diskurs im Rah
 menprogramm und auf Basis seiner Ausstellungen zeitgenössischer Kunst als
  wichtigen Teil der eigenen\, gesellschaftlichen Agenda.\n\nVeranstalter: 
 Göttingen Marketing GmbH\n\nEintritt: Eintritt:\n€ 3\,00 / € 1\,50 (e
 rmäßigt)\nGäste bis 18 Jahren frei\nKultur-Ticket frei\nVernissagen und
  Finissagen frei\n\nhttps://niedersachsen.app/stadt-goettingen/veranstaltu
 ng/nieves-de-la-fuente-xenoform-2026-09-08
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