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Göttingen, Stadt, Weender Landstraße 2, Auditorium der Universität Göttingen

Hörsaalgebäude · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Auditoriums-Gebäude der Universität Göttingen am nördlichen Altstadtrand vor dem Weender Tor und im westlichen Teil des Botanischen Gartens gelegen. Erbaut 1861-1865, gestiftet und eingeweiht von dem hannoverschen König Georg V. kurz vor Ende der Welfenherrschaft im Königreich Hannover. Entwurf und Bauleitung durch Friedrich Doeltz. Dreigeschossige, nach Westen geöffnete Dreiflügelanlage mit flachen Walmdächern. Übergiebelter Mittelrisalit, davor breite Freitreppe. Fassadenformen im hannoversch geprägten Rundbogenstil, wobei über einem Sockelgeschoss die beiden Hauptgeschosse architektonisch zusammengefasst sind. Differenzierte Verwendung verschiedener Natursteine für Flächen und Gliederungen (Buntsandstein, Muschelkalk, Tuffstein). Historische Türen und Fenster erhalten. Dreibogige Eingangszone mit in gotischer Manier präsentierten ‚Säulenheiligen‘ der Göttinger Universitätsgeschichte. Die vier lebensgroßen Sandsteinskulpturen unter Baldachinen stellen dar: Gerlach Adolph von Münchhausen, König Georg II. von Großbritannien und Hannover, Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, Gottfried Wilhelm Leibniz. Davon getrennt erscheinen in den Risaltfronten originell von Rauten gerahmte Portrait-Reliefs bedeutender Professoren der Universität: Albrecht von Haller, Johann Matthias Gesner, Johann Lorenz von Mosheim, Johann Stephan Pütter, Christian Gottlob Heyne, Ludwig Timotheus Spittler, Johann Friedrich Blumenbach, Carl Friedrich Gauß, Gustav von Hugo. Bildhauer waren Wilhelm Engelhard, Friedrich Küsthardt und Carl Dopmeyer. Rückseitig im Osten 1901-1903 angebauter Hörsaaltrakt (Auditorium Maximum) in angepassten Bauformen. Im Innern originales Treppenhaus und umfangreiche historische wandfeste Ausstattungen.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Weender Landstraße 2
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)