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Göttingen, Stadt, Wall, Gauß-Weber-Denkmal

Denkmal · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Das 1899 nach Entwurf des Berliner Bildhauers Ferdinand Hartzer geschaffene und eingeweihte Gauß-Weber-Denkmal steht in der Grünanlage des Göttinger Stadtwalls im Abschnitt zwischen Nikolaistraße und Kurze-Geismar-Straße. Es ist ein etwas überlebensgroßes Doppelstandbild aus Bronze für die bedeutenden Göttinger Wissenschaftler Carl Friedrich Gauß (1777-1855) und Wilhelm Weber (1804-1891), die hier als Erfinder des elektromagnetischen Telegraphen dargestellt sind, wie der von der am Boden liegenden Spule ausgehende und einst von Gauß in der rechten Hand gehaltene Draht zeigte. Im Rücken der beiden steht verdeckt die Zeichengeber-Apparatur, auf die sich Weber mit der linken Hand abstützt. Zum Zeitpunkt dieser Erfindung im Jahr 1833 war Gauß bereits 56, Weber jedoch erst 29 Jahre alt. Den Altersunterschied lässt das Denkmal nicht erkennen, sie erscheinen vielmehr beide im gleichen gereiften Alter, doch wird Gauß vom Bildhauer mit auffallenden Gesten als der Bedeutendere hervorgehoben: Der stehend zugeneigte Weber scheint zu hören und zu fragen, während der mit gelehrten Büchern ausgezeichnete, sitzende und in die Ferne blickende Gauß spricht.
Auf der oval geformten Plinthe der Bronzeskulptur sind seitlich die Inschriften von Künstler und Gießerei (beide aus Berlin) zu lesen: „F. HARTZER FEC. 1899“, „GUSS v. W. u. P. GLADENBECK“. Das im Laufe der Zeit edel patinierte Bronzedenkmal steht weit emporgehoben auf einem ovalen Postament aus poliertem, rotem Granit, den seitlich je ein pilasterartiger Vorsprung gliedert und ruht darunter auf einer ebenso geformten, weit vorstehenden Sockelstufe desselben Granits. Vorne auf dem Postament befindet sich in Großbuchstaben vergoldet eingraviert die dreizeilige Inschrift „CARL FRIEDRICH GAUSS / UND / WILHELM WEBER“.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)