Göttingen, Stadt, Theodor-Heuss-Straße 47, St. Christophorus
Der evangelisch-lutherischen Christophoruskirche in Göttingen-Weende sieht man den gewöhnlichen Rechteckgrundriss nicht an, weil der Baukörper in einen quadratischen Kirchensaal und einen niedrigeren Gemeindesaal in zwei Teile zerfällt, wobei insbesondere die ansteigenden Dachkanten des Schalendachs über dem Kirchensaal eine charakteristische Baukörpergeometrie entwickeln und auffallen. Dazu kontrastiert der auf der Südseite vorgelagerte, gedrungene Glockenturm. Die Fassaden bestehen aus Sichtmauerwerk mit besandeten Backsteinen, aus denen nach Süden als Haupteingang ein Sichtbeton-Rundbogenprtal mit bronzenen Türflügeln hervortritt. Erbaut 1964-66 nach einem Entwurf von 1961 des Architekten Olaf Andreas Gulbransson
Das Innere des quadratischen Kirchensaals ist mit einer viertelkreisförmigen Bestuhlung auf den mit zwei Stufen erhobenen Altarbereich in der Südwestecke hin orientiert, wo sich zugleich die geschwungene Holzdecke zur größten Höhe erhebt. Hinter dem Altar erstrahlen farbige Kirchenfenster in Gelb- und Brauntönen, seitlich begleitet durch ein geometrisches Wandrelief, das an einen Lebensbaum erinnern soll; Fenster und Relief von Hubert Distler. Die Prinzipalstücke Altar, Kanzel und Taufstein sowie Altarkruzifix und Leuchter stammen vom Bildhauer Karl Heinz Hofmann.
- Denkmalschutz-Kennung
- Gemarkung Göttingen
- Adresse
- Theodor-Heuss-Straße 47
- Gemarkung
- Göttingen
ÖPNV in der Nähe
- Göttingen Rudolf-Diesel-Straße · 181 m
- Göttingen Christophorusweg · 213 m
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)