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Göttingen, Stadt, Theaterplatz, Kandelaber auf dem Theaterplatz

Kandelaber · Einzeldenkmal · Göttingen, Stadt

Gusseiserner, fünfarmiger Kandelaber, errichtet um 1890 als Straßenleuchte und repräsentativer Mittelpunkt des Theaterplatzes. Der reich verzierte Kandelaber steht im Zentrum eines leicht erhöhten Beet-Rondells auf einem quadratischen Sockel, der in ein Achteck überführt, beides aus Sandstein. Der Kandelaber selbst besteht aus vier unterschiedlich gestalteten Ebenen: Auf einem hohen achteckigen Sockel (an dem sich eine „Tangerhütte“-Herstellerplakette befindet) folgen ein breiter Rundbaluster mit aufgelegten Akanthusblättern und mehreren Schaftprofilen, auf denen dann der schlanke, aber relativ kurze eigentliche Laternenschaft mit Kannelierungen steht. Darauf sitzen dann vier verzierte, auskragende Seitenarme mit je einer Rundlaterne, aus deren Mitte durch einen Zusatzbaluster erhöht die fünfte Laterne emporwächst.
Die Entstehungsgeschichte ist im Zusammenhang mit der in den 1880er-Jahren erfolgten Platzneuanlage für Gymnasium und Theater außerhalb des Stadtwalls an der Stelle des ehemaligen Pulvermagazin-Areals zu sehen, wozu auch der Durchbruch des Stadtwalls 1882 mit Neuanlage der Theaterstraße zählt, in dessen östlicher Sichtachse der Kandelaber platziert wurde. Die eigentliche Planungs- und Baugeschichte des laut Hersteller-Plakette in den „Eisenwerken Tangerhütte“ angefertigten Prachtkandelabers ist noch nicht wissenschaftlich erforscht. Wegen nicht bekannter identischer Vergleichsbeispiele ist eine Spezial- und Sonderanfertigung für Göttingen denkbar. Das älteste bekannte Foto ist eine 1904 gelaufene Ansichtskarte. 1986 erfolgte eine Elektrifizierung des vormaligen Gaslichtbetriebs sowie Restaurierung des Kandelabers mit Zerlegung in seine 325 Einzelteile.

Denkmalschutz-Kennung
Gemarkung Göttingen
Adresse
Theaterplatz
Gemarkung
Göttingen

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Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalatlas Niedersachsen (Lizenz CC BY-SA)